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Die Thüringer Kirmes

Thüringen gilt heute als das Bundesland mit den vielfältigsten und aktivsten Kirmesbräuchen in Deutschland. Selbst im Duden heißt es, dass der Begriff Kirmes besonders im Westmitteldeutschen in Gebrauch sei. Wie kein anderes Fest ist die Kirmes in Thüringen besonders im ländlichen Raum verbreitet und gilt nach wie vor als das wichtigste Fest im Laufe des Jahres. Ist ihr Fortbestehen durch den demografischen Wandel, die notwendige große Arbeitsintensität bei der Ausgestaltung und steigende Kosten gelegentlich gefährdet, suchen doch findige Jugendliche immer nach gangbaren Wegen, die Kirmes weiterzuführen. Tatsache ist aber auch, dass sich die Kirmes, bedingt durch die beständigen Veränderungen im alltäglichen Leben und heftigen Umbrüche vor allem im letzten Jahrhundert, stark verändert hat.
Dokumentationen der vielfältigen einzelnen Kirmestraditionen wie auch Forschungen zur Geschichte der Kirmes sind nach wie vor ein Desiderat. Dessen hat sich die Volkskundliche Beratungs- und Dokumentationsstelle Thüringens mit Unterstützung von Mitgliedern des TVV angenommen.

Die Thüringer Hospitäler

Ebenfalls ein Desiderat in Thüringen sind die zahlreichen Hospitäler, welche sich zumeist an den Ausfallstraßen vor den Toren der Städte befanden. Ein Hospital ist laut Kruenitz "eine öffentliche gutthätige Anstalt, in welcher alte betagte, kranke, oder verarmte Personen, oder Findelkinder und Waisen, oder auch reisende Personen, ihren Aufenthalt, Wartung und nothdürftigen Unterhalt haben." Das Aufgreifen dieses umfangreichen Themas ist ebenfalls der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle Thüringens zu verdanken. 

Das Große Hospital in Erfurt, um 1910